Hormone sind Substanzen, die von den endokrinen Drüsen auf Befehl des zentralen Nervensystems freigesetzt werden und der Steuerung verschiedenster Körperfunktionen inklusive der Anpassung an Umweltfaktoren dienen. Sie werden in das Blut ausgeschüttet und erreichen somit alle Zellen und Organe des Körpers. Eine Beeinflussung dieses endokrinen Systems hat schwerwiegende Folgen für den ganzen Organismus. Melatonin, das in der Zirbeldrüse produziert wird, steuert den Tagesrhythmus von vielen Stoffwechselprozessen.
Während der Melatoninspiegel in der Nacht normalerweise ansteigt, bleibt er unter Einwirkung von Störfeldern niedrig. Als Folge davon sind Störungen des Biorhythmus, Schlafstörungen, Müdigkeit, Depressionen, Immunschwäche und verminderte Krebsabwehr.
Ein Forschungsprojekt der Weltgesundheitsorganisation zeigt in einigen Untersuchungen, dass Kinder, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen groß werden, mit einem 50 % höheren Risiko leben, an Leukämie zu erkranken, als andere Kinder. Um eindeutige Nachweise über krebsauslösende oder krebsfördernde Umweltfaktoren verlässlich nachzuweisen, sind jahrzehntelange Studien durchzuführen. Die ständige Diskussion über die Grenzwerte deuten aber auf eine indirekte Anerkennung der gesundheitlichen Gefahren hin.
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