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title: 'Häufige Fragen'
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date: '2026-09-26'
description: 'Antworten auf häufige Fragen zu Entmagnetisierung, Magnetfeldkompensation, Messung und Ablauf – kompakt erklärt von Wurzacher aus München.'
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# Häufige Fragen

Hier beantworten wir die Fragen, die uns am häufigsten gestellt werden – sortiert nach Themenbereich. Ist Ihre Frage nicht dabei, sprechen Sie uns gern direkt an.

- [Grundlagen](#grundlagen)
- [Entmagnetisierung](#entmagnetisierung)
- [Magnetfeldkompensation](#magnetfeldkompensation)
- [Messung & Ablauf](#messung-und-ablauf)

## Grundlagen

Ein kurzer Einstieg: Worum es bei magnetischen Störfeldern in Gebäuden geht und welche Verfahren wir dafür einsetzen.

 Was ist der Unterschied zwischen Entmagnetisierung und Magnetfeldkompensation? 

Die **Entmagnetisierung** beseitigt dauerhaft Verzerrungen des natürlichen Erdmagnetfeldes (Gleichfeld), die durch magnetisierten Baustahl in Decken und Wänden entstehen. Die Ursache liegt also im Gebäude selbst.

Die **Magnetfeldkompensation** reduziert niederfrequente magnetische Wechselfelder, etwa von Hochspannungsleitungen, Bahnlinien oder Trafostationen, aktiv durch ein Gegenfeld. Die Ursache liegt hier meist außerhalb des Gebäudes.

 Für wen sind Ihre Lösungen geeignet? 

Für **Privathaushalte**, die die Belastung im Schlaf- oder Kinderzimmer kennen und senken möchten. Und für **Industrie, Labore und Medizin**, wo empfindliche Geräte wie Elektronenmikroskope möglichst ungestörte Magnetfeldbedingungen brauchen. Grundlage ist immer eine Messung vor Ort.

 Wie hoch darf ein Magnetfeld im Schlafzimmer sein? 

Für Stromanlagen gilt in Deutschland die 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung: 100 µT bei 50 Hz (Stromnetz) und 300 µT bei 16,7 Hz (Bahnstrom). In Wohnräumen werden diese Werte fast immer deutlich unterschritten.

Wer vorsorglich niedrigere Werte anstrebt, orientiert sich meist am baubiologischen Standard SBM-2015. Er bewertet Wechselfelder am Schlafplatz unter 20 nT als unauffällig und über 500 nT als extrem auffällig. Diese Richtwerte sind nicht gesetzlich verbindlich, bieten aber eine praxisnahe Orientierung.

 Kann man Magnetfelder mit Folie oder Farbe abschirmen? 

Nein. Abschirmfolien, -farben oder -stoffe wirken gegen elektrische Felder und hochfrequente Strahlung, etwa von Mobilfunk. Niederfrequente Magnetfelder durchdringen sie nahezu ungehindert. Wirksam sind hier ein größerer Abstand zur Quelle, spezielle Abschirmmetalle wie Mu-Metall – im Wohnbereich kaum praktikabel – oder eine aktive Magnetfeldkompensation.

## Entmagnetisierung

Fragen rund um die Entmagnetisierung von Baustahl – im Neubau wie im bestehenden Gebäude.

 Kann eine Entmagnetisierung auch in einem bestehenden Gebäude durchgeführt werden? 

Ja. Wir entmagnetisieren sowohl während der Bauphase als auch in bestehenden Gebäuden.

Das Verfahren kann ohne Beschädigung von Fußböden oder Einrichtungen angewendet werden, und die erreichte Entmagnetisierung hat dauerhaften Bestand.

 Ist Baustahl in jedem Haus magnetisiert? 

In nahezu jedem Gebäude mit Stahlbeton oder Stahlträgern lassen sich Verzerrungen des Erdmagnetfelds messen. Wie stark sie sind, ist sehr unterschiedlich – von kaum messbar bis zu mehreren Mikrotesla auf kurzer Strecke. Das hängt von Menge, Art und Verarbeitung des Stahls ab. Klarheit bringt nur eine Messung.

## Magnetfeldkompensation

Fragen zur aktiven Kompensation niederfrequenter magnetischer Wechselfelder, etwa von Bahnlinien oder Trafostationen.

 Woraus besteht eine Kompensationsanlage? 

Aus einem **Steuergerät**, mehreren **Sensoren** und **Kompensationsspulen**.

Die Spulen sind Kabel mit ca. 10 mm Durchmesser, die horizontal und/oder vertikal um das Gebäude verlegt werden. Sensoren messen das Magnetfeld dreidimensional, das Steuergerät erzeugt daraus ein passendes Gegenfeld.

 Welcher Abstand zu Hochspannungsleitung oder Trafostation reicht aus? 

Einen festen Wert gibt es nicht. Das Magnetfeld hängt vor allem von der Stromstärke ab, und die schwankt im Tagesverlauf. Grundsätzlich nimmt es mit dem Abstand schnell ab: An der Außenwand einer kleinen Trafostation können hohe Werte auftreten, wenige Meter entfernt sind sie meist deutlich niedriger. Bei großen Freileitungen reicht der Einfluss weiter. Wie hoch die Belastung an Ihrem Schlafplatz tatsächlich ist, zeigt nur eine Messung vor Ort.

## Messung & Ablauf

Von der ersten Messung bis zum konkreten Vorschlag: So läuft die Zusammenarbeit ab.

 Wie läuft eine Messung ab? 

Wir messen dreidimensional: An mehreren Messpunkten erfassen wir gleichzeitig alle drei Raumachsen.

Anschließend werten wir die Messdaten aus. Dabei ermitteln wir, wo Abweichungen vom natürlichen Erdmagnetfeld auftreten, wie stark sie sind und woher sie vermutlich kommen. Die Ergebnisse besprechen wir mit Ihnen.

Auf dieser Grundlage erarbeiten wir einen konkreten Vorschlag, oder wir sagen Ihnen, dass keine Maßnahme nötig ist.

 Kann ich Magnetfelder selbst messen? 

Nur eingeschränkt. Smartphone-Apps nutzen den eingebauten Kompasssensor. Er erfasst das Erdmagnetfeld, ist für die niedrigen Werte niederfrequenter Wechselfelder im Nanotesla-Bereich aber nicht geeignet. Mit einem einfachen Kompass lassen sich starke Verzerrungen durch Baustahl grob erkennen, aber nicht messen. Für eine belastbare Aussage braucht es kalibrierte Messgeräte und eine Messung an mehreren Punkten.

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