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title: Magnetfeldkompensation
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date: '2026-09-26'
description: 'Magnetfelder von Hochspannungsleitungen, Bahnstrom oder Trafostationen aktiv reduzieren: 3D-Messung und Kompensationsanlage für Wohnhaus, Labor und Klinik.'
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# Magnetfeldkompensation

![Hochspannungsleitung – Quelle niederfrequenter magnetischer Wechselfelder](https://www.wurzacher.de/user/pages/03.magnetfeldkompensation/01._wechselfelder/hochspannung.jpg)

## Woher niederfrequente Magnetfelder kommen

Niederfrequente magnetische Wechselfelder entstehen überall dort, wo Wechselstrom fließt – im Stromnetz mit 50 Hz, beim Bahnstrom mit 16,7 Hz. Die stärksten Quellen in Wohnlagen liegen meist außerhalb des Hauses: Hochspannungsleitungen, Erdkabel, Trafostationen und Bahnlinien.

Diese Felder durchdringen Beton, Ziegel, Holz, Erde und auch den menschlichen Körper nahezu ungehindert. Sie werden stärker, je mehr Strom fließt, und schwächer, je größer der Abstand zur Quelle ist. Anders als elektrische Felder lassen sie sich deshalb nicht mit Abschirmfolien oder -farben abhalten.

Gemessen wird die magnetische Flussdichte in Tesla. Für Wohnräume sind kleine Einheiten üblich: 1 µT (Mikrotesla) = 1.000 nT (Nanotesla). Zur Einordnung: Der gesetzliche Grenzwert für 50-Hz-Anlagen liegt bei 100 µT. Der baubiologische Standard SBM-2015 bewertet am Schlafplatz dagegen erst Werte unter 20 nT als unauffällig – das ist der 5.000ste Teil davon.

![Person mit Kopfschmerzen](https://www.wurzacher.de/user/pages/03.magnetfeldkompensation/02._auswirkungen/kopfschmerz.jpg)

## Was über gesundheitliche Auswirkungen bekannt ist

Die Wirkung niederfrequenter Magnetfelder wird seit Jahrzehnten erforscht. Sehr starke Felder können Nerven und Muskeln reizen – dafür gibt es die gesetzlichen Grenzwerte. Für die deutlich schwächeren Felder im Alltag ist die Lage weniger eindeutig.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation stuft niederfrequente Magnetfelder als „möglicherweise krebserregend“ ein (Gruppe 2B). Grund sind Studien, in denen Kinder mit einer dauerhaften Belastung über 0,3 bis 0,4 µT statistisch häufiger an Leukämie erkrankten. Ein ursächlicher Zusammenhang ist nicht nachgewiesen, ein biologischer Wirkmechanismus nicht bekannt.

Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt deshalb aus Vorsorge, unnötige Belastungen zu vermeiden. Viele Eltern und Bauherren möchten wissen, wie hoch die Werte im Kinder- oder Schlafzimmer tatsächlich sind – und sie senken, wo es sinnvoll ist.

![Darstellung der Abschirmung von Magnetfeldern durch ein Gegenfeld](https://www.wurzacher.de/user/pages/03.magnetfeldkompensation/03._loesung/magnetfeld_2.svg)

## So funktioniert die aktive Magnetfeldkompensation

Zuerst messen wir die vorhandenen Magnetfelder mit mehreren Messgeräten gleichzeitig im ganzen Gebäude – nach Stärke, Richtung und Phasenlage. Die Messwerte werden protokolliert und ausgewertet. Auf dieser Grundlage planen wir die Kompensationsanlage für Ihr Gebäude.

Die Anlage besteht aus drei Teilen:

- **Sensoren** im Gebäude messen das Magnetfeld laufend in allen drei Raumrichtungen.
- Ein **Steuergerät** wertet die Messwerte aus und regelt daraus fortlaufend das passende Gegenfeld.
- **Kompensationsspulen** erzeugen dieses Gegenfeld. Es sind Kabel mit etwa 10 mm Außendurchmesser, die horizontal und/oder vertikal um das Gebäude verlegt werden.

Störfeld und Gegenfeld heben sich dabei weitgehend auf. Am besten gelingt das bei Feldern entfernter Quellen wie Freileitungen oder Bahnlinien, die den Raum gleichmäßig durchziehen. Wie stark sich die Belastung bei Ihnen senken lässt, klären wir nach der Messung.

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